Instagram Bilder bearbeiten – 8 Tipps für die Bildbearbeitung

von Markus Weber
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MYTHOS: „Die besten Bilder sind unbearbeitet“

So oft höre ich den Satz:

„Wer seine Bilder bearbeitet oder bearbeiten muss der kann nicht gut genug fotografieren!“

Das stimmt so allerdings überhaupt nicht. Heutzutage bearbeiten Fotografen in den meisten Fällen Ihre Bilder, um ein qualitativ noch besseres Foto mit der Welt zu teilen. Die digitale Bildbearbeitungen eröffnet uns nie da gewesene Möglichkeiten der Nachbearbeitung, die es zu nutzen gilt.

„Wer Bilder bearbeitet, kann nicht fotografieren!“

Das denken viele, weil früher hat man einfach nur den Film in die Kamera gelegt und diesen später dann zum Entwickeln gebracht. Dass durch verschiedene Filmrollen bereits zahlreiche Parameter festgelegt werden, deren Justierung uns heute in der digitalen Welt im Nachhinein problemlos möglich ist, ist allerdings fast niemand bewusst.

In der heutigen Zeit kommen unsere Fotos meist nicht mehr fertig aus der Kamera. Gerade wenn man in RAW fotografiert, dann hat man sehr viel Bearbeitungsmöglichkeiten. Daher kommt man um eine Nachbearbeitung beim Instagram Bilder bearbeiten meist nicht mehr umher. Die Bilder werden heute in RAW, also in einer Rohfassung abgespeichert und können dann bearbeitet werden.

Die perfekte Instagram Fotobearbeitung: Ein Profi Fotograf klärt auf

Vor Jahren hat es gereicht, spontane Aufnahmen auf Instagram zu posten. Heutzutage hat das Volumen der veröffentlichten Beiträge enorm zugenommen. Bedeutet: der Algorithmus spielt nicht mehr alle Beiträge großflächig aus, sondern nur die, die das beste Engagement aufweisen.

Instagram ist eine visuelle App, daher sollten wir uns unbedingt genauer mit dem Thema Bildbearbeitung befassen. Um mein Wissen weiter zu perfektionieren, habe ich mich daher mit einem professionellen Fotografen zusammengesetzt.

Das wichtigste was der Profi-Fotograf „Fabian Mepic“ uns aus seiner langjährigen Erfahrung mit Shootings mitgeben kann ist: ‘‘Fotografen bearbeiten quasi alle ihre Fotos welche sie gemacht haben da es danach noch professioneller aussieht.‘‘

Bedeutet das du benötigst teures Equipment oder sogar einen Fotografen?

Nein, denn die neuesten Handys können sehr gut mit Spiegelreflexkameras mithalten. Selbst viele der viralsten Posts großer Influencer sind mit einfachen Handys geschossen und im Nachgang bearbeitet worden.

Doch Achtung: die meisten Smartphones und Kameras speichern in der Standardeinstellung Bilder im jpg-Format ab. Dies spart Speicherplatz, sorgt allerdings dafür, dass die Nachbearbeitung nicht mehr zufriedenstellend möglich ist.

War das RAW-Format (also die Bilddatei im Rohformat) vor einiger Zeit noch das Alleinstellungsmerkmal von Profi-Kameras, können solche Aufnahmen seit neuestem direkt am Smartphone durchgeführt werden. Apps wie ProCamera oder ACDSee Pro von Adobe ermöglichen dies unter iOS von Apple. Im Google Pixel 3 Smartphone ist die Erstellung von RAW-Aufnahmen bereits ohne zusätzliche App möglich.

Umsetzungstipps, um dein Posting viral gehen zu lassen

Virale Beiträge erhalten um ein vielfaches mehr Reichweite, als gewöhnliche Postings. Doch was bringt es dir wenn dein Posting viral geht?

Du erzielst den perfekten Kickstart UND die Reichweite, die du brauchst, um auf Instagram kometenhaft schnell zu wachsen. Im Feed sehen die Nutzer auf Instagram immer nur die Posts der bereits abonnierten Profile.

Organisches Wachstum auf Instagram ist nur möglich, wenn dein Posting auf den Entdecken-Seiten (Explore-Pages) von anderen Nutzern oder auf den Hashtag-Seiten ausgespielt wird. So können dich neue Leute kennen lernen!

Für virale Postings solltest du die folgenden Grundregeln zur Fotobearbeitung beachten:

#1 Tageslicht

Verwende niemals normalen Lampen wie Glühlamen oder Neonröhren für Instagram Bilder! Die Farbe einer Lichtquelle (Farbtemperatur) beeinflusst dein Bild stark. Ein Farbstich muss bei professionellen Fotos unbedingt vermieden werden. Reines weißes Licht ohne Farbstich liefert beispielsweise Tageslicht.

Normale Lampen haben weiterhin nicht genügend Leuchtkraft und werfen hartes, punktuelles Licht. Dadurch wird das Bild schnell zu dunkel & das Motiv wird nicht richtig ausgeleuchtet. Es entstehen starke Schatten.

Die 1. Möglichkeit ist Tageslicht. Wenn du deine Fotos draußen oder am Fenster schießt erhältst du optimale Lichtverhältnisse. Vermeide dabei direkte Sonne indem du Schatten suchst oder bei Wolken fotografierst.

Natürlich gibt es auch noch die 2. Möglichkeit, Tageslicht zu simulieren indem Soft-Boxen verwendet.

Da hat mich die Kamera aber im richtigen Moment erwischt.. Allerdings sind die Soft-Boxen hier gut beispielhaft zu erkennen!

Soft-Boxen sind Lichtstrahler, welche warmweißes, weiches Tageslicht simulieren und so kannst du auch in einem geschlossenen und sogar auch dunkeln Raum es aussehen lassen als seien deine Bilder mit Tageslicht geschossen worden. Beachte dabei unbedingt, mindestens zwei Lampen zu benutzen, um Schatten wegzuleuchten und alle sonstigen Lichter auszustellen.

#2 Der richtige Winkel

Achte bei der Instagram Fotobearbeitung unbedingt immer auf den richtigen Winkel, aus welchem du dein Instagram-Bild schießen willst.

Es gibt 3 unterschiedliche Perspektiven für Instagram Bilder, die zur Auswahl stehen:

Normalperspektive: Das Motiv wird auf Augenhöhe (des Objektes) fotografiert. Diese Perspektive eignet sich vor allem für die Fotografie von Gegenständen, da wir diese im Alltag sonst selten aus dieser Perspektive sehen.

Froschperspektive: Das Motiv wird von unten fotografiert. Dies ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Bei Personen sollte diese Perspektive vermieden werden, da sie zu unpassenden Proportionen führt (kleiner Kopf, großer Körper).

Vogelperspektive: Das Motiv wird senkrecht von oben fotografiert. Typische Instagram Perspektive für Flatlays. Die Objekte werden dadurch zweidimensional und flächig und Farben und Foremen kommen besonders gut zur Geltung. Wirkt modern und ist auf Instagram sehr verbreitet.

#3 Komposition

Komposition bedeutet in welcher Beziehung du zu den Dingen/Gegenständen auf deinem Foto stehst und in welcher Position das Ganze zu einander steht!

Du solltest nicht einfach ein Foto machen, schauen ob deine Augen auf diesem Bild offen sind und dann einfach sagen, okay passt, dass nehme ich! Es ist wichtig das du dich auch auf die richtige Komposition deines Fotos konzentrierst.

In diesem Bild ist der Betrachter verwirrt und weiß nicht, ob es um die Person oder das Bauwerk geht.

Gute Bilder sind in sich stimmig. Bedeutet, sie führen den Betrachter zum zentralen Bildelement. Ansonsten sind deine Betrachter verwirrt und verlieren das Interesse.

#4 Fotoserien nutzen

Als Grundregel noch etwas: mache unbedingt IMMER mindestens 10 Fotos bei derselben Lokation in der selben Pose, noch besser eher 20-30 Bilder.

Dadurch kannst du selbst wenn du nicht mehr an dieser Lokation bist, so wie ich zu Beispiel viel am Reisen bin, im Nachhinein das beste Bild raussuchen. Wenn du beispielsweise die Augen leicht zuhattest oder im Nachhinein nicht zufrieden mit dem Foto bist, musst du nicht direkt zurück zu diesem Ort um noch weiter Fotos zu machen, sondern findest unter den 20-30 Bildern meist eine passende Alternative!

Bildbearbeitung: Für Anfänger

Womit bearbeitet man Fotos? Wie bearbeitet man Fotos?

Wenn du in der Galerie auf deinem Handy ein Foto antippst, hast du die Möglichkeit, in den Bearbeitungsmodus zu gehen. Dort kannst du beispielsweise den Kontrast oder die Belichtung verändern und dein Bild zuschneiden. Diese Option ist ausschließlich für die ersten Anfänge geeignet. Ich empfehle dir unbedingt auf spezielle Apps zurückzugreifen, die ich dir im folgenden Kapitel vorstellen werde.

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Nimm die Skala, an welcher du die Einstellung vornimmst und probiere einfach, wie sich dein Foto verändert. Finde dann für dich, das Bild und die Umgebung welche darauf zu sehen ist, die passende Einstellung und speichere das Bild ab. Meist hast du sogar schon nach diesem Schritt ein viel besser aussehendes Bild und könntest es direkt auf Instagram hochladen.

Bildbearbeitung: Für Fortgeschrittene

Es gibt zwei Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Einerseits kannst du direkt auf dem Smartphone mit Apps arbeiten oder deine Fotos mit Programmen auf dem Laptop oder Desktop PC verändern.

Vorteile Apps: Einfach, schnell, kostengünstig, auch unterwegs möglich
Nachteile Apps: Kleinerer Funktionsumfang

Vorteile Laptop / PC: Professioneller
Nachteile Laptop / PC: Aufwendiger, kostenintensiver, weniger portabel

Zur professionellen Bildbearbeitung greifst du auf deinem Smartphone am Besten zur App: ‚Lightroom‘ von Adobe.  Die Desktopversion schlägt mit knapp 12€ / monatlich zu buche, die im Funktionsumfang leicht eingeschränkte Smartphone-Variante ist kostenfrei.

Dort wählst du dein gewünschtes Bild aus und kannst z.B. die Lichter, welche störend sind minimieren oder die Tiefen im Bedarfsfall etwas höher einstellen.

Du kannst dir zum Instagram Bilder bearbeiten weiterhin ein sogenanntes Pre-Sence, also einen personalisierten Filter erstellen um diesen dann in Zukunft einfach über alle kommenden Bilder legen. Dadurch hast du gleichbleibende Einstellungen und schaffst es, denselben, perfekten Stil in deinem Profil kontinuierlich fortzuführen! Es fällt dir leichter, mit deinen Bildern ein für Instagram einheitliches und harmonischeres Grid zu erzeugen.

Mit welchen Hacks kannst du mehr Abwechslung für deine Postings bekommen?

#5 Die blaue Stunde

Die blaue Stunde ist 2 mal am Tag. Eine Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde nach Sonnenuntergang.

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#6 Die goldene Stunde

Die goldene Stunde findest du täglich eine Stunde nach Sonnenaufgang und eine Stunde vor Sonnenuntergang!

In dieser Zeit findest du die besten Lichtverhältnisse um optimale Bilder und Videos kreieren zu können. Diese Zeit stellt den perfekten Zeitpunkt dar, um Fotos mit außergewöhnlichem Look zu kreieren.

Zudem bietet es sich an, auch wenn die meisten es nicht glauben wollen, Fotos zu machen, wenn es bewölkt ist. Zu diesem Zeitpunkt findet man sehr weiches Licht vor und die Sonne scheint nie direkt auf dich oder in deine Augen. Dies ist wichtig um Schatten oder das Zukneifen deiner Augen zu vermeiden.

#7 Storytelling: Erzähle eine Geschichte

Es ist extrem wichtig, dass du einerseits eine Geschichte unter deinen jeweiligen Fotos zu erzählen hast (1) und andererseits dein Foto selbst eine Geschichte erzählt (2).

(1) Wenn du ein zum Foto passendes krasses, spannendes, ereignisreiches oder exklusives Erlebnis hattest, dann teile dies unbedingt als Geschichte unter deinem Foto. Betrachter können so verfolgen, wie spannend und wie ereignisreich dein Leben oder deine Nische zu sein scheint.

So machst du es für den Leser, beziehungsweise deine Interessenten, sehr viel spannender und hältst diese mit Sicherheit viel länger auf deinem Profil. Das wiederum vergrößert deine Reichweite und stärkt dein Vertrauen zu deiner Community!

Eine stärkere Bindung zu dir sorgt im Regelfall für eine signifikant höhere Conversionrate. Heißt, es fällt dir um ein Vielfaches leichter, deine Abonnenten  dazu zu bringen, Webseitenklicks oder Käufe durchzuführen.

(2) Weiterhin kannst du direkt in deinen Bildern eine Geschichte erzählen, wenn du diese passend aufbaust. Stehe nicht einfach nur mit leeren Händen und ausdruckslosem Blick im Park. Stattdessen setzt du dich dort nachdenklich auf eine Bank, hast einen Pinsel und die Hauptfarbe deins nächsten Kunstwerkes in der Hand oder schaust auf einen Gegenstand, der in Zukunft eine wichtige Bedeutung auf deinem Profil einnehmen wird.

Vor meiner Reise nach Thailand habe ich beispielsweise folgendes Foto (auf der linken Seite) auf meinem Profil veröffentlicht. Dies erzählt bereits ohne Worte, was für Posting in der Zukunft folgen werden. Dem war auch so (siehe mein Grid zu einem Zeitpunkt wenig später (rechte Seite).

#8 Anordnung und Perspektive des einzelnen Bildes

8.1 Zentrales Element

Grundsätzlich ist es wichtig, dass das Element welches hervorgehoben werden soll oder die Person die auf einem Bild heraus stechen soll (obwohl sie nicht den Großteil einnimmt) perfekt platziert wird.

Achte immer darauf, dass die Person eine Kleindung trägt, die sich vom Hintergrund des Bildes abhebt, so dass der Leser, beziehungsweise Zuschauer direkt erkennt, dass die Person das zentrale Element des Bildes darstellt.

Ist das zentrale Element des Bildes unklar, werden die Betrachter schnell verwirrt sein und dein Profil verlassen. Weiter oben hast du dazu bereits ein schlechtes Beispiel einer Person vor einem antiken Bauwerk gesehen. Im folgenden Bild ist unklar, ob die Zeitung oder die Seife im Vordergrund steht (es handelt sich dabei um das Produktbild aus einem Onlineshop!).

8.2 Der goldene Schnitt

Weiterhin ist es von Vorteil, dass du beim Schießen deines Fotos, darauf achtest, dass das Element welches fotografiert werden soll, beziehungsweise das Element oder auch die Personen (in dem Fall vielleicht sogar du selbst) nie direkt mittig platziert sein sollte.

Platziere diese immer eher tendenziell etwas weiter rechts oder etwas weiter links im Bild, so dass man den ‚goldenen Schnitt‘ anwenden kann. Ganz einfach gesagt ist der goldene Schnitt ein Verhältnis zwischen zwei verschiedenen Bereichen auf einem Bild oder in Unserer Umgebung.

Zum Beispiel das Verhältnis bei einem Menschen von Oberarm zu Unterarm ist in 2/3 Oberarm und 1/3 Unterarm aufgeteilt. Dieses Szenario spiegelt sich auch extrem oft in der Natur wieder.

Somit erschließt sich, dass wir Menschen Bilder welche mit einem so genannten goldenen Schnitt aufgenommen sind, als attraktiv beziehungsweise harmonisch ansehen.

Die wichtigsten Grundlagen der Bildbearbeitung

Helligkeit: Farben haben den gleichen Farbton, sind allerdings unterschiedlich hell.

Kontrast: Helle Farben werden noch heller und dunkle Farben noch dunkler. Drehst du am Regler, kann das Bild schnell matt, flau und unspektakulär wirken. Bedeutet: du nutzt zu wenig Kontrast. Wirkt es hingegen künstlich und übertrieben nutzt du zu viel Kontrast.

Sättigung: Dieser Wert beeinflusst die subjektiv empfundene Leuchtkraft einer Farbe. Allerdings wird die Helligkeit des Bildes dabei nicht beeinflusst

Weißabgleich (Symbole zeigen Tageslicht, Schatten, Wolken etc.): Trotz richtiger Ausleuchtung kann es zu minimalen Farbstichen im Bild kommen. Bei der Bildbearbeitung kann man solche Farbstiche entfernen.

Zuschneidung: Es empfiehlt sich das Zuschneiden auf 4×5 oder Quadrat (eine Studie zeigt, dass diese Bildformate signifikant mehr Likes und Kommentare auf Instagram bekommen.

Grobe Anpassungen: Anschließend sollten grobe Anpassungen wie der Weißabgleich, eine Anpassung der Helligkeit und das gerade ausrichten deines Fotos im Fokus stehen.

Gradationskurve: Diesen Sachverhalt erkläre ich ebenfalls ausführlich in meinem Videokurs. Meist empfiehlt es sich, die Höhen minimal aufzuhellen und die Tiefen minimal abdunkeln. Die Mitten sollten angepasst werden, falls diese nötig ist. Achtung: hier bitte nicht übertreiben!

Feinheiten: Zuletzt verpasst du deinem Foto des letzten Schliff. Hier geht es darum, die Sättigung anzupassen, Kleinigkeiten mit dem Reparieren-Tool zuentfernen und du kannst dein Bild bei Bedarf Nachschärfen.

GESCHAFFT! Dein Bild ist nach der Bearbeitung per App oder am PC bereit für das Posting auf Instagram.

Doch aufgepasst.. Bilder sollten niemals ohne vorherige Grid-Planung veröffentlicht werden.

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